Die Sache Reutax

Zunächst möchte ich mein Bedauern für die Mitarbeiter des Unternehmens und die über Reutax in Projekten vermittelten Freiberufler (m/w) zum Ausdruck bringen.

Es handelt sich hier um einen Branchenriesen, deswegen auch die Überschrift „Die Sache Reutax“, und dementsprechend gross die Aufregung speziell bei Freiberuflern. In diversen Foren (z.B. 4freelance) <xing Mitgliedschaft erforderlich>) findet mittlerweile ein reger Austausch über die aktuelle Situation statt, beklagt werden unter anderem ausstehende Zahlungen seit Januar 2013 und leider auch über das Geschäftsgebaren der Agenturen an sich, wobei dies eigentlich immer ein Thema unter Freiberuflern ist.

Nun, ich möchte mich nicht an Spekulation beteiligen welche die aktuelle Lage beschreiben. Fakt ist, die Unternehmen Reutax AG, Reutax Temp GmbH und Lenroxx GmbH haben Insolvenz angemeldet ( wikipedia ).

Aus vertrieblicher Sicht, dies mag jetzt verwerflich klingen, war mein erster Gedanke (während Urlaub im schönen Trentino) „Ein Konkurrent weniger“, zugegeben ein sehr Grosser. Betroffen sind anscheinend ca. 200 Mitarbeiter und 1000 Freiberufler.

Im Prinzip bedeutet dies für uns mehr Business, da wir den einen oder anderen gemeinsamen Kunden betreuen. Unter „mehr Business“ meine ich zukünftige Projekte, nicht durch „Die Sache Reutax“ betroffene und noch (?) laufende Projekte. In diesem Zusammenhang ist, der mir noch nicht bekannte Begriff, „Leichenfledderei“ aufgefallen, was soviel bedeutet dass Agenturen den Freiberuflern zwar Hilfe anbieten, jedoch zugleich die Situation nutzen um Profit zu generieren (Projektübernahme usw.).

Neben den Mitarbeitern und Freiberuflern sind auch die (End-) Kunden betroffen. Verständlich, dass aus Sicht der Endkunden nun eine schnelle und vor allem pragmatische Lösung erforderlich ist.
Ich denke, und dies ist meine persönliche Meinung, dass die meisten Projekte mit den gleichen Ressourcen unter Wechsel der Agentur fortgesetzt werden. Rechtlich ist dies sicherlich nicht einfach zu lösen, mehrere Faktoren müssen beachtet werden, aber letztendlich wird das Wohl des Endkunden den Ausschlag geben. Die „Last“ sollte bei Providerwechsel nicht nur auf eine Agentur, sondern auf Mehrere verteilt werden. Nicht aus, unserer Sicht vertrieblichen Gründen, sondern zwecks Planungssicherheit um bei erneuten „Schräglagen“ effizient handeln zu können.

Wünsche allen Betroffenen viel Erfolg.

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